| Modellflugshow der Superlative |
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Alle zwei Jahre findet auf dem Segelfluggelände in Dettingen unter der Regie der Modellfluggruppe Dettingen einer der größten und attraktivsten Modellflugtage statt. Am Sonntag war dies zum 15. Mal der Fall. Als Besonderheit in diesem Jahr war auch die Firma Graupner aus Kirchheim anlässlich ihres 80 Firmenjubiläum mit einem einstündigen Showblock vertreten. Vor mehr als 5000 Zuschauern waren zahlreiche Piloten aus ganz Deutschland, darunter mehrere Europa- und Weltmeister in ihren jeweiligen Modellsparten, mit ihren außergewöhnlichen Modellen am Start. Wie immer legte der Veranstalter großen Wert darauf, dem Publikum die komplette Breite des Modellbauspektrums aufzuzeigen. Neben Vorführungen mit Nachbauten von Flugzeugen des 2. Weltkriegs konnte man moderne Segelflugmodelle mit Klapptriebwerk ebenso bewundern, wie Helikopterkunstflug oder den fast schon vergessenen Fesselflug.
Besonderes fasziniert war hierbei das Publikum von der Fesselflug-Fuchsjagd, bei der beide Piloten versuchen, das am Ende des anderen Modells befestigte Band mit der eigenen Luftschraube zu kürzen. Die Piloten stehen dabei im Zentrum direkt nebeneinander und steuern ihr kleines schnelles Motormodell über jeweils zwei Fesselfluglitzen. Dabei kann nur das Höhenruder des Modells beeinflusst werden. Auch Modelle aus dem Experimentalbereich konnten bewundert werden. So zeigte zum Beispiel Dietmar Huttenlocher aus Jesingen den Nachbau einer DG1000 Segelflug-Doppelsitzer mit 8m Spannweite, der von einer Modelljet-Turbine angetrieben wurde. Wobei Modellturbinen wegen ihres unschlagbaren Gewichts/Schubverhältnisses in der Zwischenzeit auch schon in bemannten Segelfliegerei gesichtet wurden. Premiere feierte in Dettingen auch Hannes Heppe von den Schlierbacher Modellfliegern mit seiner selbst gebauten Ju 52. Der Nachbau des dreimotorigen Klassikers verfügt über eine Spannweite von mehr als 6 Metern Spannweite und wird von drei Sternmotoren mit jeweils 215 cm³ Hubraum angetrieben. Die Leistung liegt bei zusammen 39 PS und ist für die 86 kg Fluggewicht angemessen. Einen immer größeren Anteil nimmt der Bereich Jetmodelle ein. Die Faszination aus Technik, Optik und Geschwindigkeit in Kombination mit der ungewöhnlichen Geräuschkulisse zieht Modellpiloten und Publikum immer mehr in seinen Bann. Peter Michel, weltberühmt durch den Nachbau des Airbus A380, zeigte seine McDonnell Douglas MD 11 und wurde im zweiten Teil seiner Vorführung von zwei kleineren Jets begleitet. Auch das war eine außergewöhnliche Patrouille. Neben der außergewöhnlichen Synchronvorführungen der Futura-Staffel mit drei Jets war die 3D-Vorführung von Weltmeister Thomas Singer mit seinem Jet vom Typ Eurosport mit Vektorschubsteuerung weltweit einzigartig. Die Grenzen der Flugphysik schienen in dem Moment aufgehoben. Passend zur Musik lieferte er eine perfekte Show mit Überschlägen kombiniert mit Trudeln und zeigt auch, dass es in der Zwischenzeit auch mit strahlgetrieben Modellen möglich ist zu torquen. Hierbei wird das Modell quasi auf dem Antriebsstrahl direkt über dem Boden balanciert. Als besonderes Highlight war auch Klaus Lenhart aus Kirchheim, einer der bekanntesten Kunstflugpiloten der Welt, mit seiner Extra 330SC vor Ort. Den meisten dürfte er durch seine Firma Leki, Weltmarktführer bei Ski- und Wanderstöcken, bekannt sein. Kunstflugvorführen von bemannten Motorflugzeugen oder auch von Modellflugzeugen einzeln gibt es oft, das Besondere in Dettingen war der Synchronkunstflug mit der bemannten Extra auf der einen und dem Nachbau im Maßstab 1:2,5 auf der anderen Seite. Durch geschicktes Ausnutzen der perspektivischen Täuschung konnte man kaum unterscheiden, was ist Original und was ist Modell. Weltweit einzigartig war sicher der Moment, als Klaus Lenhart mit seiner Extra riesige Loopings um das in der Luft stehende Modell machte.Anschließend zeigten Modell und Original noch jeweils ein beeindruckende Solokür.
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